// Referenz · DIN 76-1 · Form A bis D

Gewindefreistich: Maße, Mindestbreite und was ohne ihn passiert

Der Freistich ist die kleine Rille zwischen Gewindeende und Anlagefläche. Auf der Zeichnung ist er eine Nebensache, in der Montage entscheidet er darüber, ob sich das Gegenstück bis auf Anschlag verschrauben lässt. Hier stehen die Maße nach DIN 76-1, die Bemessungsformeln, die Werte für M4 bis M24 — und der Teil, den die Norm nicht beantwortet: wie schmal darf er werden, wenn die Baulänge nicht reicht.

Diese Tabelle steht hier, weil wir diese Freistiche selbst drehen: EKINSUN fertigt Gewindeteile nach Zeichnung mit dem Freistich, den die Zeichnung verlangtab einem Stück. Die Maße unten sind der Teil, den jeder nachschlagen kann. Der Teil, der uns erreicht, ist der Freistich, der an einem Absatz auslaufen muss, den DIN 76-1 nicht vorsieht — oder der zu einem bereits verbauten Gegenstück passen muss. Siehe Drehteile nach Zeichnung.

Diese Seite gibt es, weil uns der Freistich selbst Geld gekostet hat. Auf einer unserer Zeichnungen für einen Gewindeadapter M15×1 auf M16×1,5 stand ein Freistich von 0,3 mm. Herstellbar ist das nicht, und funktioniert hätte es auch nicht. Die Werte unten sind der Teil, den jeder nachschlagen kann. Der Teil, der in der Werkstatt zählt, steht unter Zu schmal, zu breit, gar nicht und Praxisfall.

Schnittvergleich: links läuft das Gewinde ohne ausreichenden Freistich kegelig aus und das Gegenstück bleibt vor der Anlagefläche stehen, rechts sitzt es mit normgerechtem Freistich bis auf Anschlag
Links ohne brauchbaren Freistich: 1 = kegeliger Gewindeauslauf, 2 = Spalt, das Gegenstück erreicht die Anlagefläche nicht. Rechts normgerecht: 3 = Freistichbreite, 4 = Gegenstück sitzt bis auf Anschlag

Was ein Gewindefreistich ist — und was er nicht ist

Ein Gewindefreistich ist eine umlaufende Nut, die am Ende des Gewindes eingestochen wird. Ihr Durchmesser liegt unter dem Kerndurchmesser des Gewindes, beim Außengewinde also unter dem Gewindegrund. Dadurch endet das Gewinde nicht in einem Kegel, sondern faellt sauber in eine Nut ab.

Davon zu unterscheiden ist der Gewindeauslauf. Der Auslauf entsteht von selbst: das Werkzeug kann nicht schlagartig auf volle Tiefe kommen oder aus ihr heraus, also läuft das Gewindeprofil über ein bis zwei Gänge flach aus. Der Auslauf ist ein Kegel mit unvollständigen Gängen — er ist genau das, worauf das Gegenstück aufsetzt. Der Freistich beseitigt ihn.

Der Unterschied in einem Satz: Der Gewindeauslauf ist das Problem, der Gewindefreistich ist die Lösung. Wer auf der Zeichnung „Gewindeauslauf nach DIN 76-1" schreibt, hat etwas anderes bestellt als „Gewindefreistich DIN 76-1 Form A".

Wie das Ding im Alltag genannt wird

Kaum eine Anfrage benutzt das Wort Freistich. Beschrieben wird die Stelle, nicht der Fachbegriff — und meistens ist trotzdem klar, was gemeint ist. Die haeufigsten Umschreibungen:

Umgangssprachlich gesagt — fachlich gemeint
So wird es beschriebenGemeint istStimmt das?
„die Rille am Ende vom Gewinde"GewindefreistichJa, genau das
„das glatte Stück vor dem Bund"GewindefreistichJa — glatt und im Durchmesser abgesetzt
„der Einstich"GewindefreistichJa, Einstich ist der Oberbegriff für solche Nuten
„die Hinterdrehung"GewindefreistichJa, alter Werkstattbegriff für dieselbe Sache
„der Absatz, wo die Schraube aufhört"Meist der GewindeauslaufNein — der Auslauf ist der Kegel, nicht die Nut
„da wo das Gewinde ausläuft"GewindeauslaufNein — das ist gerade der Bereich ohne Freistich
„Freistich" ohne ZusatzKann auch ein Drehteil-Freistich nach DIN 509 seinTeilweise — DIN 509 sitzt am Wellenabsatz, nicht am Gewinde

Im englischsprachigen Raum heisst dasselbe Merkmal thread undercut, thread relief oder relief groove; der Auslauf heisst dort thread run-out.

Wozu der Freistich da ist

Er hat zwei Aufgaben, und die zweite ist die, an der es in der Praxis scheitert:

  • Platz für das Werkzeug. Beim Drehen muss der Gewindestahl am Ende des Gewindes ausfahren können, ohne in den Bund zu laufen. Ohne Freistich gibt es keinen Punkt, an dem das Werkzeug sauber austritt — der letzte Gang wird unvollständig oder das Werkzeug bricht.
  • Platz für das Gegenstück. Das ist die Aufgabe, die den Unterschied macht. Die aufgeschraubte Mutter oder Verschraubung hat innen ihre eigene Fase, aber ihr erster tragender Gang sitzt weit vorn. Trifft dieser Gang auf den kegeligen Auslauf, bleibt das Teil dort stehen. Man spürt Widerstand und haelt es für fest — die Anlagefläche ist aber nie erreicht worden.

Maße nach DIN 76-1, nach Steigung

DIN 76-1 kennt vier Formen. Form A und B gelten für Außengewinde, Form C und D für Innengewinde. A und B haben dieselbe Geometrie und unterscheiden sich nur in der Länge, ebenso C und D. A und C sind der Regelfall; die kurzen Formen B und D sind für Sonderfälle vorgesehen, in denen die normale Breite nicht unterzubringen ist.

Bemessen wird alles über die Steigung P, nicht über den Nenndurchmesser. Ein M20×1,5 bekommt denselben Freistich wie ein M10×1,5 — nur der Freistichdurchmesser folgt dem Nenndurchmesser.

Gewindefreistich Außengewinde, berechnet nach den Bemessungsformeln der DIN 76-1, Maße in mm
Steigung PBreite g2 = 3,5 × PPraktische Untergrenze ≈ 3 × PRadius r = 0,5 × PFreistich-Ø dg = d − 1,6 × P
0,51,751,50,25d − 0,8
0,72,452,10,35d − 1,12
0,82,82,40,4d − 1,28
1,03,53,00,5d − 1,6
1,254,3753,750,625d − 2,0
1,55,254,50,75d − 2,4
1,756,1255,250,875d − 2,8
2,07,06,01,0d − 3,2
2,58,757,51,25d − 4,0
3,010,59,01,5d − 4,8

Die Werte sind aus den Bemessungsformeln der DIN 76-1 gerechnet, nicht aus der Maßtabelle abgeschrieben. Für die Zeichnung gilt die jeweils gültige Fassung der Norm; verbindlich ist dort die Tabelle mit ihren Grenzmassen. Für die Auslegung und für die Frage, ob der Freistich überhaupt hineinpasst, reichen die Formeln.

Die gängigen Gewinde ausgerechnet

Dieselben Formeln, fertig eingesetzt. Oben die Regelgewinde, unten die Feingewinde, bei denen der Freistich wegen der kleineren Steigung deutlich schmaler ausfaellt.

Freistichbreite und Freistich-Durchmesser für gängige metrische Gewinde
GewindeSteigung PBreite g2Untergrenze ≈ 3 × PFreistich-Ø dg
M40,72,452,12,88
M50,82,82,43,72
M61,03,53,04,4
M81,254,3753,756,0
M101,55,254,57,6
M121,756,1255,259,2
M162,07,06,012,8
M202,58,757,516,0
M243,010,59,019,2
M10×1,251,254,3753,758,0
M12×1,251,254,3753,7510,0
M16×1,51,55,254,513,6
M20×1,51,55,254,517,6

Zu schmal, zu breit, gar nicht — was jeweils passiert

Gar kein Freistich

Das Gewinde läuft kegelig aus. Die aufgeschraubte Mutter setzt mit ihrem ersten tragenden Gang auf diesem Kegel auf und bleibt stehen, bevor sie die Anlagefläche berührt. Die Folgen in dieser Reihenfolge: die Dichtfläche trägt nicht, die Verbindung wird undicht oder löst sich; wer nachzieht, bringt das Drehmoment nicht in die Vorspannung, sondern in den Auslauf; die ersten Gänge werden gestaucht oder reissen aus. Bei einer Verschraubung mit Dichtkante ist das Teil danach Ausschuss.

Freistich zu schmal

Funktional identisch mit „gar kein Freistich", solange die Nut schmaler ist als der Auslauf, den sie beseitigen soll. Dazu kommt die Fertigungsseite: unterhalb von etwa 1 mm gibt es kein Stechwerkzeug, das die Nut in dieser Tiefe sauber ausführt. Ein Stechschwert mit 0,3 mm Schneidenbreite bricht, bevor es 1,2 mm tief ist. Eine Angabe von 0,3 mm beschreibt keine Nut, sondern einen Kratzer — und die Fertigung meldet sich, wenn sie aufmerksam ist, oder macht etwas anderes, wenn nicht.

Freistich zu breit

Der Fehler in die andere Richtung wird unterschätzt. Drei Wirkungen:

  • Nutzbare Gewindelänge geht verloren. Bei kurzen Adaptern und Zapfen ist die Baulänge das knappe Gut. Jeder Millimeter Freistich fehlt am tragenden Gewinde — und die Tragfähigkeit hängt an der Zahl der im Eingriff stehenden Gänge.
  • Der Querschnitt wird geschwächt. Der Freistichgrund liegt unter dem Kerndurchmesser: bei einem M12 mit dg = 9,2 mm ist der tragende Querschnitt an dieser Stelle kleiner als im Gewinde selbst. Bei Zugbelastung reißt das Teil dort, nicht im Gewinde.
  • Der Freistichgrund ist eine Kerbe. Bei schwingender Last beginnt der Dauerbruch genau dort. Deshalb steht in der Norm ein Radius r = 0,5 × P — der ist keine Kosmetik, sondern senkt die Kerbwirkung. Ein scharf ausgestochener Freistich ohne Radius ist eine Sollbruchstelle.

Die praktische Regel: So breit wie nötig, damit das Gegenstück bis auf Anschlag kommt — und keinen Millimeter breiter. Normgerecht ist g2 = 3,5 × P. Reicht die Baulänge dafür nicht, geht man auf die kurze Form B, und darunter auf das, was funktional noch trägt. Ganz weglassen ist die einzige Variante, die sicher nicht funktioniert.

Praxisfall: 0,3 mm auf der Zeichnung

Ein Gewindeadapter, Innengewinde M15×1, Außengewinde M16×1,5, Durchgangsbohrung 10 mm, Gesamtlänge 22,5 mm, Sechskant SW22. Auf der Zeichnung stand ein Freistich von 0,3 mm zwischen Sechskant und Gewindezapfen. Nach der Norm wären es bei P = 1,5 rund 5,25 mm gewesen, praktische Untergrenze 4,5 mm.

Bei 22,5 mm Gesamtlänge sind 5,25 mm Freistich nicht unterzubringen — der Gewindezapfen ist insgesamt nur 7,5 mm lang. Genau das ist der Grund, warum die Zahl überhaupt so klein geraten ist: es sollte möglichst viel Gewinde übrig bleiben. Der Denkfehler dabei ist, dass Gewinde, auf das das Gegenstück nie kommt, nichts trägt.

Der Dreher meldete: 0,3 mm ist nicht herstellbar, und funktionsfähig sei die Verbindung erst ab etwa 2 mm. Das liegt unter dem Normwert und unter der 3-×-P-Faustregel — es ist der Kompromiss, den eine kurze Baulänge erzwingt. Er funktioniert, weil er die eine Aufgabe erfüllt, auf die es hier ankommt: das Gegenstück kommt bis auf Anschlag. Er kostet dafür 1,7 mm nutzbares Gewinde, und das gehört dem Kunden gesagt, bevor gefertigt wird, nicht danach.

Gefertigter Gewindeadapter im Messschieber, der 2 mm breite Gewindefreistich zwischen Sechskant und Außengewinde M16x1,5 ist rot markiert
Der freigegebene Freistich von 2 mm am gefertigten Teil, rot markiert. Links das Außengewinde M16×1,5, rechts der Sechskant SW22; der Messschieber dient der Größeneinordnung.

So kommen solche Fälle bei uns herein:

  • „Die Verschraubung lässt sich nicht ganz eindrehen, es bleibt ein Spalt von zwei Zehnteln — liegt das am Gewinde?"
  • „Wir brauchen den Adapter kürzer, aber das Gewinde soll gleich lang bleiben. Geht das?"
  • „Auf der alten Zeichnung ist gar kein Freistich eingetragen, das Teil gibt es aber seit zwanzig Jahren."
  • „Der Zapfen ist an der Rille abgerissen, immer an derselben Stelle."

Der letzte Fall ist fast immer der Radius: scharf ausgestochen statt r = 0,5 × P. Für das Nachbauen genügt uns das gebrochene Teil, siehe Ersatzteile nach Muster.

Wann Sie dafür keinen Fertiger brauchen

Der Vergleich unten bezieht sich auf normale Katalogware — Gewindestifte, Zapfenschrauben und Adapter aus dem Lagerprogramm.

Wo Katalogware reicht — und wo die Zeichnung anfängt
Was gebraucht wirdKatalogwareBei EKINSUN
Normteil mit normgerechtem Freistich, Standardlängeim Programm, ab LagerHier ist der Fachhandel schneller und günstiger — dafür brauchen Sie uns nicht.
Freistich schmaler als die Norm, weil die Baulänge nicht reichtNicht vorgesehen — Katalogteile folgen der Norm oder haben gar keinen FreistichBreite nach Ihrer Vorgabe, mit Hinweis auf die verlorene Gewindelänge
Zwei verschiedene Gewinde an einem Teil, dazwischen ein BundAdapter gibt es nur in gängigen PaarungenBeliebige Paarung, Freistich auf beiden Seiten passend ausgelegt
Nachbau eines abgerissenen Teils ohne ZeichnungNicht möglich — es fehlt die BestellnummerMuster einschicken, wir messen auf und legen den Freistich neu aus
Werkstoff 1.4301 oder Messing, StandardabmessungIm Lagerprogramm geführtKein Vorteil auf unserer Seite — der Werkstoff allein ist kein Grund, fertigen zu lassen
Freistich mit vorgegebenem Radius wegen DauerfestigkeitNicht spezifizierbarRadius nach Zeichnung, auf Wunsch mit Messprotokoll

Werkstoffe und Fertigung

Freistiche entstehen bei uns im selben Arbeitsgang wie das Gewinde, auf dem Langdrehautomaten oder der CNC-Drehmaschine. Gängige Werkstoffe sind 1.4305 (X8CrNiS18-9) als Automatenstahl für Drehteile, 1.4301 (X5CrNi18-10, AISI 304) und 1.4404 (X2CrNiMo17-12-2, AISI 316L) für korrosionsbeanspruchte Teile, Messing CuZn39Pb3 für Verschraubungen sowie Aluminium EN AW-6061 und EN AW-7075. Vergüteter 42CrMo4 (1.7225) kommt dort zum Einsatz, wo der Freistichgrund dauerfest ausgelegt werden muss.

Fertige Gewindeadapter in der Kontrolle: Gewindelehrring M16x1,5-6g, Gewindelehrdorn M15x1-6H und Messschieber
Kontrolle am Fertigteil: Gewindelehrring M16×1,5‑6g (links) und Gewindelehrdorn M15×1‑6H (oben), beide Gutseite. Lässt sich der Lehrring bis an den Sechskant aufschrauben, ist der Freistich breit genug — bleibt er vorher stehen, ist er es nicht.

EKINSUN ist ein Fertiger für Dreh- und Frästeile nach Zeichnung, ab 1 Stück, Angebot in 12 Stunden. Wenn auf Ihrer Zeichnung kein Freistich eingetragen ist, fragen wir nach, bevor wir fertigen — genau das hätte den Fall oben verhindert. Weiterführend: Drehteile nach Zeichnung, Gewindeadapter nach Maß, Sonderschrauben. Verwandte Tabellen: Kernloch- und Durchgangsloch-Tabelle, Anziehdrehmomente, Passungen nach ISO 286.

Häufige Fragen zum Gewindefreistich

Nach DIN 76-1 gilt für den Regelfall die Breite g2 = 3,5 × P, als Faustregel sollte der Freistich mindestens 3 × P breit sein. Bei M16×1,5 mit P = 1,5 sind das 5,25 mm beziehungsweise 4,5 mm. Reicht die Baulänge dafür nicht, geht man auf die kurze Form B. Unterhalb von etwa 1 mm lässt sich die Nut nicht mehr sauber einstechen, und unterhalb der Auslauflänge erfüllt sie ihren Zweck nicht mehr.

Der Gewindeauslauf entsteht von selbst: das Werkzeug kann nicht schlagartig auf volle Tiefe kommen, deshalb läuft das Gewindeprofil über ein bis zwei Gänge kegelig aus. Auf diesen Kegel setzt das Gegenstück auf. Der Gewindefreistich ist dagegen eine bewusst eingestochene Nut unter dem Kerndurchmesser, die den Auslauf beseitigt. Der Auslauf ist das Problem, der Freistich die Lösung.

Das Gegenstück setzt mit seinem ersten tragenden Gang auf dem kegeligen Gewindeauslauf auf und bleibt stehen, bevor es die Anlagefläche erreicht. Man spürt Widerstand und haelt die Verbindung für fest, angezogen ist sie aber nicht. Die Dichtfläche trägt nicht, das Anziehdrehmoment geht nicht in die Vorspannung, und beim Nachziehen werden die ersten Gewindegänge gestaucht oder ausgerissen.

Ja, und der Fehler wird unterschätzt. Ein zu breiter Freistich kostet nutzbare Gewindelänge, was bei kurzen Adaptern und Zapfen die Tragfähigkeit senkt. Ausserdem liegt der Freistichgrund unter dem Kerndurchmesser: bei M12 mit dg = 9,2 mm ist der Querschnitt dort kleiner als im Gewinde, das Teil reißt bei Zug an dieser Stelle. Bei schwingender Last beginnt der Dauerbruch am Freistichgrund, weshalb die Norm den Radius r = 0,5 × P vorschreibt.

Form A und B gelten für Außengewinde, Form C und D für Innengewinde. A und B haben dieselbe Geometrie und unterscheiden sich nur in der Länge, ebenso C und D. Der Regelfall sind A und C. Die kurzen Formen B und D nimmt man nur, wenn die normale Breite nicht unterzubringen ist, etwa bei kurzen Zapfen und Adaptern.

Für Außengewinde gilt dg = d − 1,6 × P. Bei M12 mit P = 1,75 ergibt das 9,2 mm, bei M16×1,5 sind es 13,6 mm, bei M20 mit P = 2,5 sind es 16,0 mm. Der Durchmesser liegt damit unter dem Kerndurchmesser des Gewindes, sonst würde der Freistich das Gewindeprofil nicht vollständig beseitigen.

Nicht zwingend als Mass, aber als Angabe. Ein Vermerk wie Gewindefreistich nach DIN 76-1 Form A genügt und ist sicherer, als eine Zahl zu schätzen. Steht gar nichts da, fragen wir nach, denn ohne Angabe entscheidet die Fertigung — und der Auslauf ist dann Zufall. Ist das Musterteil an der Rille gebrochen, pruefen wir zusätzlich den Radius, weil dort der Dauerbruch beginnt.

Gewinde, das bis auf Anschlag geht

Drehteile und Gewindeadapter nach Zeichnung — Freistich normgerecht oder auf Ihre Baulänge ausgelegt. Ab 1 Stück, Angebot in 12 Stunden, auf Wunsch mit Messprotokoll.

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